FreeWalker

Kurzbeschreibung

FreeWalker ermutigt PatientInnen/KlientInnen zur Selbstständigkeit. Durch das digitale Tool sollen Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung dazu befähigt werden, sich weiterhin allein und sicher im Freien bewegen zu können oder sich überhaupt wieder nach draußen zu wagen.

FreeWalker wurde mit über 150 Personen in Österreich, den Niederlanden und der Schweiz getestet.

Projektziel

Aufgrund kognitiver Beeinträchtigungen verlieren Menschen oft die Orientierung und bringen sich in Gefahr. Das internationale Forschungsprojekt „FreeWalker” arbeitet aktuell gemeinsam mit Menschen mit Demenz an einer technischen Lösung, damit ältere Personen sich außerhalb ihrer Unterkunft freier und sicherer bewegen können.

Projektleitung

AIT Austrian Institute of Technology GmbH (Konsortialführer)
Projektleitung MAS Alzheimerhilfe: Mag.(FH) Mag. Roland Sperling

Projektlaufzeit

April 2019 – Juni 2021

Projektpartner

Projektinhalt

Aufgrund kognitiver Beeinträchtigungen verlieren Menschen oft die Orientierung und bringen sich in Gefahr. Das internationale Forschungsprojekt „FreeWalker” arbeitet aktuell gemeinsam mit Menschen mit Demenz an einer technischen Lösung, damit ältere Personen sich außerhalb ihrer Unterkunft freier und sicherer bewegen können.

FreeWalker hat mehrere bewährte Komponenten der AAL-Hilfsgeräte und -Technologien integriert und versucht, eine flexible und vielseitige Lösung zur Führung und Überwachung von älteren Menschen oder Personen mit kognitiven Beeinträchtigungen im Außenbereich zu realisieren. Ein Schwerpunkt lag auf der Unterstützung von Pflegekräften und Betreuungspersonen durch die Bereitstellung von Notfallinformationen, um desorientierte Personen sicher zu leiten. Die Hauptzielgruppen von FreeWalker waren Personen mit kognitiver Beeinträchtigung, die zu Hause oder in einer Pflegeeinrichtung leben, sowie deren Angehörige/Betreuer. Ziel war es, Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung zu ermutigen, aktiv und körperlich gesund zu bleiben, indem die Angst vor dem Ausgehen reduziert wird.

Das FreeWalker System verwendete GPS-Lokalisierung und berücksichtigte die Informationen des Tagesablaufs und die Gewohnheiten einer Person, um zu verstehen, wohin die Person geht. Gab es Anzeichen für Verlorengehen oder Orientierungslosigkeit, wurden verschiedene Gegenmaßnahmen und Unterstützungsmaßnahmen eingeleitet. FreeWalker integrierte marktreife Komponenten von MOPAS (Lokalisierung), HappyWalker (Navigation) und CareCenter Software (Notfalldatenbank).

Sensor-Fusionskompetenz von AIT
Die AIT-Experten arbeiteten an einem flexiblen Regelalgorithmus, der aus GPS-Lokalisierungsdaten und Tagesroutinen Gehgewohnheiten erlernen kann: Die Software generiert „sichere Routen“, die es älteren Menschen ermöglichen, selbständig und sicher Termine außerhalb ihres gewohnten Wohnbereichs zu erreichen und Gegenmaßnahmen einzuleiten, falls die Person den sicheren Weg verlässt oder verlorengeht.

FreeWalker wurde durch das AAL Joint Programme und die folgenden nationalen Behörden und F&E-Programme in Österreich, der Schweiz und den Niederlanden co-finanziert.